Prison in me

Vor einiger Zeit habe ich in einem Forum aus dem Zusammenschluss vieler Autoren einen Artikel verfassen dürfen. Man trug mir auf, über meine außergewöhnliche Schreibblockade zu berichten. 
Bis heute hat sich an dieser Art des Nicht-Schreiben-Könnens nichts geändert. Noch immer plage ich mich mit genau dem beschriebenen Problem herum. Manch einer verstehe nicht, dass man nicht schreiben kann, doch da blicken sie nicht weit genug in meinen Verstand. Mir fehlt nicht das Handwerk, was bedeutet, dass ich schon schreiben kann, dass ich einen Text zu einem Thema verfassen kann, wann ich immer ich will, viel mehr fehlt es mir an dem Antrieb, dem Gefühl, dass der Körper bebt, dass man Gefühle spürt, die die eigenen Figuren erfahren. Ja, sich gar in einem psychodelischen Zustand befindet. Das ist, nach was ich strebe und das bleibt leider seit elend zehrender Zeit aus. Grotesk wirkt der Artikel schon, ich weiß, denn just in diesem Moment hatte ich die Muse kurz auf meiner Seite. Manchmal überkommt sie mich auch noch, doch meist, kurz bevor ich in meine Träume abdrifte und den Stift zu halten nicht mehr mächtig bin. Oder aber während Pflichten des Lebens lauter schreien als nötig, mischt sie sich ebenfalls ein. Schrecklich. Es fühlt sich wahrhaftig an wie ein Fluch. Böse, schwarz und schmerzhaft. Manchmal mache ich mir den Schlaf-Kreativ-Zustand zu Nutze um neue Ideen zu sammeln. Man darf nur nicht den Fehler machen dabei ein zuschlafen. 
Aber lest doch selbst, was ich für einen fiesen Fluch habe.


  

F1.8 | 1/80s | ISO 400 | 35mm 

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