Golden Melody



"Ich höre diese Melodie von weit entfernt. Sie schwingt unerlässlich über die Felder, streift über die Weiten dieser Welt um in unseren Köpfen Träume zu hinterlassen."


Die warme Luft knistert, wenn der Abend Einzug hält.
Die Sonne steht flach am Himmel, blutrot und vollmundig kraftvoll.
Ihre Wärme liegt sanft auf unserer Haut.
Die Blicke gehen zum Himmel, von dort hört man eine Melodie heranziehen.
Süß, leicht und doch unendlich prächtig.
Leichtfüßig schreitet er, tanzt gar durch das hohe Gras, als ob es keinen Morgen gäbe, der Musiker aus dessen Händen diese wundervolle Harmonie entspringt.
Es ist so magisch, wie er Schritt für Schritt, Fuß vor Fuß setzt und aus dem goldenen Instrument Töne herauf beschwört und zu uns herüber schwingen, dass man die Welt umarmen möchte.
Es ist ein Moment der uns zäh, wie Honig einhüllt und uns nie wieder loslässt.
Wir schließen unsere Augen und erheben uns.
Lassen uns fallen und beginnen mit ihm zu tanzen, dem Melodiespieler zu unseren Füßen.
Wann immer der goldene Sonnenschein die Oberfläche trifft, scheinen tausend Sterne heraus zu entspringen.
Es ist, als ob man nach ihr greifen kann, also ob die Schwüle auf unseren Körper diesen Moment greifbar macht und uns ermöglicht, dass wir in uns spüren, was uns so leicht und lebendig macht. Hörst du, wie er fast schon so nah ist, dass wir ihn berühren können.
Wie er tanzt durch das Gras, sein Instrument mit ihm, auf und ab, hin und her, den Kopf immer wieder gen Himmel hebend, geschlossen seine Augen.
Die Melodie aus seinem Inneren kommend.
Gebannt beginnen wir zu summen, ganz ohne Noten beginnen wir dieselbe Harmonie zu verspüren und geben uns unendlich Kraft immer neue Höhen zu erklimmen.
Uns rollen bittersüße Tränen über die Wangen, wir wollen diesen Moment nie verabschieden.
Er ist so schwermütig süß.
Verfolgen wir seine Bewegungen, als ob er uns leitet, als ob wir an ihn kettet sein, als ob wir eins mit ihm, der Melodie und der Harmonie wären.
Und selbst wenn die Sonne verschwunden und der Regen Einzug hält, würde er immer weiter spielen.
Würde uns rufen ihn zu begleiten und irgendwann würden uns Flügel wachsen und wir würden aufsteigen im Klang seiner Trompete und wie Vögel diesem abartigen tiefen Moment Abertausend Mal entgegenfliegen.

- Nóirín -   

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