Behind this Journal

Um nicht immer in verrückten Worten und seltsamen Bildern zu sprechen, habe ich schon vor einiger Zeit ein paar Fragen zu meinem Leben mit diesem Blog, der Fotografie und dem Schreiben beantwortet.
Diese Fragen kamen von meiner befreundeten Autorin Anna Moffey



Was fasziniert dich am Bloggen?
Ich wollte einen Bilderrahmen für meine Fotografien und Texte. Einen Geeigneten, der ab von Facebook und Co. ist. Ich möchte beide meiner Passionen hier verbinden und den Rahmen, die Dekoration meiner Präsentation selber wählen. Und zu guter Letzt ist es mir wichtig, diese Reise zu konservieren. In dieses imaginäre Glas der Erinnerungen zu stecken und mir in einer ruhigen Minute diese schönen, vor allem kreativen Momente wieder anzuschauen. 

Nutzt du deinen Blog, um dein Hobby vorzustellen (welches Hobby ist das?), oder weil du gerne über interessante Dinge erzählst (über was denn so?)?
Ich nutze diesen Blog, um meinen Passionen ein Wort zu verleihen. Ich liebe es die Fotografie mit den Texten, dem Schreiben zu verbinden, um etwas Neues, was meine Kreativität am Leben hält, zu kreieren. Ich habe das Gefühl nur so funktionieren meine beiden Leidenschaften miteinander. Beides bedingt sich und hält sich sie am Leben.

Wie bist du auf die Idee gekommen, einen Blog zu erstellen?
Ich habe gemerkt, das einen Blog zu führen, ist, wie ein Tagebuch zu schreiben und mir macht es unheimlich Spaß mit Bildern und Texten, die nicht direkt mein Leben beschreiben, einen Abriss meiner Gedanken wieder zu geben, um später einmal darin schwelgen zu können.
Mir eine Welt zuerschaffen, in der ich versinken kann, wenn das Grau der Realität mich erschlägt. Dabei spielt es keine Rolle für mich, dass vieles frei erfunden ist und die Bilder nur scheinbar etwas zeigen, was da gewesen sein muss, aber nie in dieser Verbindung existiert hat, es soll mir nur die Möglichkeit geben Kraft zu tanken.  

Hast du einen Rückzugsort? Welcher wäre das? Oder kannst du gar nicht allein sein und brauchst immer Menschen um dich ?
Die ganze Welt ist mein Rückzugsort. Mich zieht es an die unterschiedlichsten Orte um Kraft zu tanken. Mal zusammen mit meinen Liebsten, der Familie und meiner Katze oder mal allein auf einer Wiese liegend, Wolken anstarrend oder aber Strukturen suchend in alten Gemäuern. Wenn der Wind mir um die Ohren saust, wenn ich eine endlose Autobahn hinabfahre. All das und noch viel mehr bietet mir die Möglichkeit mein Inneres wieder neu auszurichten und vielleicht auch neue Horizonte zu entdecken. Wenn man so will erstarre ich nie in vollkommener Ruhe, ich lebe für diese Momente. Atme nur noch für diese Augenblicke und deren Geschichten. 
Dennoch brauche ich auch diese liebsten Menschen, die Familie, die mir so nah stehen, um das Gefühl der Geborgenheit in meinem Herzen zu erwärmen. 
Nichtsdestotrotz gibt es für mich einige Menschen,  sehr Vertraute, in meinem Leben, die mich ebenso stark mitreißen und inspirieren, wie es meine Familie tut. Auch mit diesen Menschen verbringe ich gerne Zeit. Am liebsten mit einem Tee in einem schönen Garten unter der Sonne oder hinter milchigen Glasscheiben, wenn der Regen dagegen klopft.

Bist du ein Katzen- oder ein Hundefreund und warum?
Definitv Katzenfreund. 
Gerade jetzt liegt sie auf meinen Beinen und schläft seelenruhig. Meine Nici gibt mir so viel Kraft und Muse. Sie hat mein Leben so ins Positive verändert, dass es schon fast weh tut vor Freude in meinem Herzen. Ich wünschte ich könnte sie noch näher und enger in meinem Herzen tragen, als ich es schon tue. Vielleicht folgt einmal ihre Geschichte unter meine Haut? Man weiß es nicht.

An wie vielen Tagen die Woche fühlst du dich unkreativ/unproduktiv? Wie puscht du dich, um produktiver oder kreativer zu sein?
Ich bin so was von unkreativ. Hört sich verrückt an? Ist aber so.
So wie ich hier sitze, bei vollem Bewusstsein, bin ich wohl einer der unkreativsten Menschen, den ich kenne. Erst wenn ich beginne zu Tagträumen, verschwinde ich in einer farbigen Wolke aus Geschichten und erst dort finde ich meine Kreativität.
Abgesehen davon habe ich die kreativste Zeit, kurz bevor ich einschlafe. Verrückt, aber wenn ich Ideen brauche, lege ich mich hin und versuche einzuschlafen. Aber leider klappt das auch nicht immer. Ansonsten ist es schwermütige Musik, die in mir verrückte Zeilen reifen lässt.
Das Fotografieren ist da viel plakativer. Ich erkenne etwas, auch wenn ich meist die Einzige bin, und es zieht mich in seinen Bann. So wird meine Kamera, Lyra, zum Aufbewahren des Momentes, genutzt und ich versuche einzufangen, was mich so verzaubert. Da unsere Seele viel mehr zu sehen vermag, als eine Kamera, so ist es mir ein Wunsch im Nachhinein die Geschichte darin noch mehr herauszumodellieren. Dabei widme ich mich meinem kreativen Gefühl, meist die Melancholie, das bestimmt, welche Geschichte Vorrang gewinnt und gezeigt werden wird. 

Wie feierst du am liebsten (wenn du schon mal unkreativ bist)?
Ich feiere nicht im herkömmlichen Sinne. Ich feiere mit meiner Verrücktheit, wann immer es geht, mit neuen Ideen. Es kam schon öfters vor, dass man mir den Namen Alice gab. Weil ich genauso psychedelisch meine Ideen in den Raum werfe und erklingen lasse, nur um zu erfahren, wie das Echo ist, was zurückkommt. Meist sind es Bilder in meinem Kopf die zurück schwingen un die mir Gänsehaut über den Körper jagen, weil sie sich so echt anfühlen.
Ich rieche den Regen auf der erhitzen Straße, spüre die Wärme der letzten Sonnenstrahlen auf meiner Haut und höre das leise Brummen der Stadt im Hintergrund bevor donnergrollend die grauen Wolken heranziehen. 

Wärst du eine Buch- oder Filmfigur, wer wärst du dann? Warum ausgerechnet diese Figur?
Ich bin so gerne alles und jeder auf einmal. Ich liebe es in andere Rollen zu schlüpfen, mich ganz und gar in eine neue Haut zu kleiden. Nicht zuletzt versuche ich mit meiner Fotografie, die ganzen verrückten Geschichten, die ich schreibe in Bilder zu fassen. Ich möchte so vieles sein. Und doch auch einmal ich selber. Mal möchte ich atemlos meinen Träumen hinterher jagen und mal ruhig und entspannt mit einem Tee dem Regen lauschen.

Stell dir vor, eine gute Fee steht vor dir und erlaubt dir zwei Wünsche. Den Dritten hat sie unterwegs verloren, gibt es aber nicht zu. Was würdest du machen? Und was würdest du dir wünschen?
Ich wünsche ihr das Glück zurück, dass sie wohl ihren dritten Wunsch wieder findet und sich davon selber einen sehnlichsten Wunsch erfüllt. Und von dem anderen, der mir dann noch verbleibt?
Dass meine Familie nie Schmerz & Trauer ereilt, nur Glück, dass beinhaltet für mich, ebenso viel Liebe & Harmonie zu säen und das gerade meine kleine Muse Nici mich nie verlassen wird.

Wenn du auswandern würdest, welches Land würdest du auserwählen? Nehmen wir mal an, Geld spielt dabei auch keine Rolle. Warum  gerade dieses Land ? Oder bist du da, wo du bist zufrieden?
IRLAND. Mit jeder Faser meines Körpers verzehre ich mich nach diesem Land. Noch niemals habe ich einen Fuß auf diese Insel gesetzt und doch sind meine Träume so überwältigend stark, dass ich dort um alles in der Welt mit meiner Familie leben möchte. Jetzt sofort und nie wieder woanders.
Träumen kann so schön sein!

Wünschst du dir Weltfrieden?
Weltfrieden? Wäre es nicht schön, dass wir ALLE ohne Angst und Furcht, Hunger & Tod leben könnten?
Es ist eine Utopie, aber wir können anfangen, alle zusammen, die Welt zu verändern, dass wir unser Bestes, zumindest versuchen könnten, zugeben, Harmonie zu verbreiten.

Mein Blog, mein Leben, die Fotografie und das Schreiben darin, sind eine Reise, eine sehr große Reise für mich und ich bin dankbar, dass ich sie so erleben darf!




1 Kommentare :

  1. Ein sehr schönes Interview! :) Das mit dem "Unkreativ sein" kann ich gut nachvollziehen. Ich sitze auch furchtbar gerne einfach nur rum und fange an in den Tag hineinzuträumen...
    LG

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