Paperthin



Entspannt sitzt er da. Auf seiner Nase eine Brille, schwarz, helle Gläser. In seiner Hand hält er ein Buch. Grauer Einband. Im blauen Anzug lehnt er lässig an der Bank. Die Sonne tut ihr Übriges, ihn völlig unwirklich erscheinen zu lassen. Kunstvoll schlägt er eine Seite um, blickt dabei über den Rand seines Buches und erhascht das Stück in ihrer Hand. Interessiert wendet er seinen Blick nun völlig ihr zu. In ihrer Hand liegt ein Apparat. Scheinbar alt und seine Kunst noch älter, ist er nur eine Kopie der wirklich alten Kunst der Fotografie. Mit einem Lächeln steht er auf, nimmt ihre Hände in seine, nur damit er ihn besser betrachten kann. Braunes Leder schmückt sein Äußeres. Doch was in ihm verborgen liegt, ist Zauberei in vollkommener Form. Papier, dass so rein erscheint, wie ehemals dieses, so erscheint nach einiger Zeit ein Bild, wie ein Funke aus Farbe, der ins Wasser springend und es urplötzlich mit schillernden Nuancen erfüllt. Ein Stück pures Gold der alten Fotografiekunst in ihren Händen liegend, blickt er in ihre Augen und spricht leise, rau seine Stimme: „Wählt jedes Motiv mit Bedacht.“ Er wendet sich ihr wieder ab, kehrt zur Bank zurück, lehnt ebenso lässig wie zuvor auf seiner Bank und vertieft sich in sein Buch. 


Baptiste ist eine der Kameras, die mich in eine andere Welt versetzen. Mich verzaubern, als ob ich plötzlich in Paris, Wien & Venedig wäre, oder vielleicht an einem Ort, denn ich bisher gar nicht erahnen konnte. Er wirkt äußerst lässig und doch so viel altes Wissen in sich tragend. Ein bisschen nur zum „Träume einfangen“ geschaffen. Herzlich, wie ein kleiner Junge, der mit der Zeit Erwachsen wurde und nun der Kunst sein Leben widmet. 

Baptiste.


  
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