Lone Forest.

EINSAM.

Nebel hängt in den Baumwipfeln der Nadelbäume. Der durchdringende Duft von Regen hängt in der Luft. Der Steg, an diesem See, über die Wasseroberfläche weit hinein führend, spiegelt sich im schwarzen Wasser. Ein Stück entfernt vom Ufer steht eine Hütte. Ihr Holz schon verwaschen, dass sie mit der Zeit ihre Farbe von goldbraun zu Ebenholz wechselte. Es riecht nach Wald, wenn man vor ihrer Tür steht. Riecht das dunkelgrüne Moos auf ihrem Dach und spürt die Präsenz des Waldes, der wie ein natürlicher, gigantischer Schutz wirkt. Ein Weg von der Hütte in den Wald ist wie eine Einladung, der verwunschenen Mystik des Waldes hinein zu folgen.Träumend steht ein Schatten auf dem kühlen Holz des Steges und verfolgt die schwebenden Nebelschwaden auf dem See. Der Kontrast des fast schwarzen Wassers zum reinen Weiß des Dunstes. Mal schwächer in seiner Intensität wirkt es wie ergraute Farben, die er dahinter verbringt, der Dunst. Über ihren Schultern hängt eine Decke, in ihrer Hand dampfend eine Tasse Tee. Der Blick so weit weg und doch wie der Nebel in der Landschaft hängend. Die Ruhe greifbar in der Luft stehend. Die Seele beginnt sich zu filtern. Beginnt all die unnötigen Gedanken ab zu werfen, versinkend im Dunkel des Wassers. Bis auf den Grund. Der Atem dieser verwaschenen Landschaft wahrnehmbar, der verlangsamte Puls spürbar. Jeder Winkel dieser Szenerie umhüllt mit Tönen und Farben. Das Grün gepaart mit dem Gesang der Vögel. Der Nebel und das Rauschen der winzigen Windböen im Gras am Ufer. Mannshoch wippt es im Wind. Das Knistern der Feuchte, der in der Luft stillstehenden Regentropfen. Die Träume verweben sich langsam mit der Ruhe dieses Ortes. Ihr Kopf hebt sich zum Himmel. Ihr Blick starr in das Grau der Wolken gerichtet. Einen tiefen Atemzug nehmend, ein wenig davon jedes Mal in die Seele sickernd. Der kühle Sprühnebel in ihre Haut verebbend.
Irgendwo ganz weit hinten am Waldesrand, dort schiebt sich tatsächlich ein untergehender Sonnenstrahl durch die Wolkendecke. Gleichzeitig umhüllendes Wohlgefühl der Regentage gepaart mit der Wärme und Zufriedenheit der Sonne.

- Nóirín -


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1 Kommentare :

  1. Wunderschön.....ich mag träumen und Fernweh hat doch irgendwie jeder. Texte und Bilder hier sind wundervoll.
    Happy 2016

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