☘ Memories Stay.

Glück & Schicksal.


Einfach ein kleines bisschen Glück zusammenkratzen.
An mich Heften.
Wie den letzten Groschen fünf Mal umdrehen, damit man es ja nicht verschwendet.
Aber wie ist es, wenn wir es genießen?
Genießen, ob es kein Morgen gebe, wofür wir es uns aufsparen müssten?
Wir es, wie in Delirium, in uns saugen, damit wir auf den Dächern zu tanzen beginnen.
Dieser kleine, unersättliche Rausch mit dem Pulsieren in unseren Ohren und dem Vibrieren unter unseren Füßen.
Lass uns lieber Menschen an die Hand nehmen und unser Glück teilen.
Denn es wird dadurch nicht weniger, es multipliziert sich, gebrochen wie in meinem Prisma.
Glaubst du nicht?
Dann probiere es aus!
Denn nachdem wir an uns gedacht haben, an uns, so tanzend im Regen, wissen wir, dass die Welt es so viel mehr verdient hat, dieses Glück in unseren Händen.
Und so beginnen wir, wie die raue, wild geworden See, herum zu springen und alles voll zu tapezieren mit unserem Glück.
Alles zum Erbrechen bunt zu machen, als ob es kein Morgen gebe.
Diese Welt in Farbe zu ersticken.
Nur dieser Moment voller überheblicher Glückseligkeit.
Dem Nichtstun mit der Träumerei zu wechseln.
Dem Gefühl Platz zu machen, frei zu sein.
Im Schwebezustand zwischen den Wolken, die wie Prismen den Regen brechen und dem Licht, das so tiefe Schatten wirft.
An den groben Fassaden, hinter den Fenstern so viele müde Gesichter warten, zwischen den goldenen Tupfer der untergehenden Sonne an der Wand, ruht dieses Glück.
Leg es in deine Hände, das Glück, hauch hinein und sieh, wohin es fliegt.
Auf welche Seelen es sich legt, die sofort zu leben beginnen, den ergrauten Dreck abschütteln.
Und ein Lachen gen Himmel schicken.
Wollen wir nicht alle, wie von den Prismen entzerrt, jubelnd durch die Luft träumen?
Unsere Augen schließen und in unseren Herzen laut singend unser eigenes, innerliches Kind hören?
Dieses Kind, das mit Tränen in den Augen lachend in der letzten Sommerwiese dieser Tage umherspringt, bevor wir erwachsen worden?
Mit Tränen in den Augen wieder auf den Dächern dieser, unserer, urbanen Welt sitzend, ins Grau starrend und begreifend, das Glück immer nur dann welches ist, wenn wir uns selber im Regen spiegeln und beginnen unser Leben zu beflügeln.
Wir selber Hand an die Farben legen.
Wir selber mit den Augen Gefühle wahrnehmen, wenn wir groß genug sind, den Himmel zu berühren, uns weit streckend.
Die Resonanz der Lichter unseres Echos in die Welt.
Das Glück, festgehalten in unseren Seelen aus Glas, darf es von nun an erblühen.
Jeden Tag ein wenig mehr.
Jeden Tag so verschwenderisch, als wäre dieser Tag unser ganzes glückliches Leben. 

- Nóirín -


Was ist Glück? Was bedeutet Glück zu haben?
Glück ist für mich der Zustand die Kraft und den Mut zu besitzen, das zu ändern, worauf ich Einfluss nehmen kann. Glück ist für mich der Antrieb. Die Möglichkeit. Alles andere ist Schicksal.
Schicksal, nicht als Legende begreifend, sondern Schicksal als logische Folge aus meinen eigenen Handlungen. Als Zusammenschluss meines Zutuns und dem kleinen Stück Erddrehung in diesem Moment.
Glück & Schicksal eng miteinander versponnen, doch beide wesensverschieden. Beides Lebensinhalt. Beides kann man finden, doch beides bedarf auch unserer Menschlichkeit. Unserer Größe über uns selber hinaus zuwachsen. Und den einen winzigen Augenblick, in dem wir bereit sind zu geben, zu geben von dem kleinen, schimmernden Staub in unseren Händen. Ihn über die Welt zu hauchen und hernieder rieseln zu lassen.
Regen erinnert mich daran, wenn er nass die Dächer umspannt und die Straßen glitzern lässt. Der Himmel grau, schenkt mir sein Glück. Es sind die Tropfen auf dem Glas. Kleine, winzige Prismenwelten, die die Perspektive plötzlich verändern. Faszinierend. Sie sind es die mich immer und immer wieder abtauchen lassen. Und erst dann folgt das Schicksal.
Folgt das, was mich wie wahnwitzig die Gedanken in das Papier drücken lässt. Mein Wille, meine Handlungen, plus das Schicksal erschaffen Welten wie diese, vielleicht aus Träumen, aber immer ein Stück Essenz der Wahrheit darin.
Das ist Glück. Für mich.
Für das Leben ist es für mich, als ob ich mit jedem Augenblick, den ich meiner Familie, egal ob Mensch oder Tier, geben darf, Glück für mich ist, Glück für sie.
Geborgenheit, Sicherheit und Liebe.
Und jeder Moment kostbarer als mein ganzes eigenes Leben!
Und vor allem möchte ich mein Glück, bei meinen Glück, dies eintauschen, um, wie mein Vater mir sagte, Erinnerungen zu „kaufen“, es sind vor allem die Reisen, die ich in meine Seele drücken möchte, die jedoch in unserer Welt immer das kalte Geld als Gegenleistung erzwingt. Doch...
Memories stay!

 
Gerade an Tagen, in denen Ruhe in meine Seele einkehrt, ist es wohl genau das, was ich für mein Leben will. Erinnerungen sammeln und diese sehnsüchtig begehren.
Denn schon beginnt mein Herz wieder wie wild zuschlagen, ob der Freude über die kommenden Reisen und sehnsüchtig, aufgrund der Vergangenen, die so viele Spuren in meiner Seele hinterlassen haben.

MEMORIES REMAIN! 


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