PlastikStaub ☾

Wenn wir uns nicht aus dem Staub machen können, lass schauen, ob wir etwas aus dem Staub machen können.


Je mehr wir es versuchen zu beeinflussen, desto mehr wird das Ganze hier zu einem Chaos.
Die Grenzen verschwimmen.
Die Wirklichkeit kracht in unsere Träume.
Verstreut unser Leben wie Dreck auf der Straße.
Schillernd bunt wie Benzin in den Pfützen.
Wie im Fieber versuchen wir alles zu retten.
Doch vergessen wir, dass am Grunde unseres Herzens all die wichtigen Erinnerungen konserviert bleiben.
Egal, wie viel davon jetzt hier um uns verteilt im Regen zu liegen scheint.
Manchmal träumen wir dann den Ballast zu vergessen, um zu fliegen.
Zwischen den Wolken.
Herumzuwirbeln.
Uns diese Watte in den Kopf zu stopfen, damit er taub wird.
Blind sind wir ja eh schon.
Blind für die Farben, die uns umgeben.
Augen, die gefüllt sind mit schwarzem Wasser.
Machen unsere Welt so mächtig grau, dass wie Angst haben vor der Pracht der Farben hinter diesem Schleier.
Wir lieben diesen Nebel, den eigenen Dunst.
Doch er ist manchmal auch tödlich.
Verschleiert die Treppen, die Chancen abzuheben.
Am Ende verschließen wir die Augen - mit törichter Absicht.
Nun, vielleicht schaffen wir es nur so…
Gebunden an uns die Ballons voll Leben.
In ihnen diese Wünsche und Träume.
Umhüllt von diesem schwarzen Plastik.
Eingesperrt.
Doch wenn sie zu schweben beginnen, entfalten die Wunder ihre Flügel.
Erheben sich zu den Wolken wie Ikarus zur Sonne.
Unser Träume sind wie Puppen.
Scheue, ausdruckslose Köpfe.
Solange wir nur spielen, bleiben sie eine zähe Masse an Plastik.
Doch beginnen wir diese Träume zum Leben zu erwecken, welken ihre Hüllen.
Es entweicht diese ganze haltlose Luft aus ihnen.
Zurück bleibt der echte, wahre Mensch.
Der sich drehende Gedanke.
Der lebendige Wunsch.
Die Lippen, die einst sprachen nun warm und lebendig.
Die Augen nicht mehr blind.
Haut, die auf Haut zur Ruhe kommt.
Dieser Staub auf unseren Augen.
Er wird jetzt zu Tränen.
Zu Tränen des Glücks.
Dieses Lachen, das uns auf den Lippen hängt.
Dieser Gedanke, wie er wie verrückt zwischen unseren Gefühlen reflektiert wird.
Wie wirbeln im Kreis, mit geschlossenen Augen.
Hängen in den Fäden dieser plastikschwarzen Luft.
Heben ab, lassen uns tragen zu den grauen Wolken.
So weit hinauf, dass unser Träume beginnen zäh zu werden, wie Watte betrachtbar.
Formbar, solang bis sie uns passen, um dann in ihnen zur Ruhe zu kommen.



- Nóirín -
Spiral - Rebecca Clements




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