Yesterdays.

Wild wie der Mustang, doch viel rauer in der Seele und in ihnen die Lichter der Vergangenheit.








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Gib mir die Freiheit.
Die Freiheit los zu ziehen.
Zu spüren, wie groß die Sehnsucht sein kann.
Dieser Sprung von der Realität in diese Reise.
Der Anker, wenn er sich löst und die Räder den Asphalt berühren.
Unendlich lang, dieser Beton, dieser Horizont.
Kühler Wind, der durch die Haare weht.
Die Hitze, die nach Benzin schmeckt.
Absolute Ruhe und dieses Geräusch.
Diese raue Melodie, summend, tief & zufrieden.
Wie ein Versprechen.
Wir zwei bis ans Ende, dort, wo die Straße in die sengende Sonne führt.
Willig pressen sich die Reifen auf die Straße, der Fahrtwind kühlt die Gemüter, lässt das Vibrieren stärker werden.
Lässt es in die Seelen fließen und sich da absetzen, wie feiner, glitzernder Staub an den Wänden.
Die Augen glänzend, Haut auf rauem Leder, der Duft von Petrol & Nostalgie und dazwischen die verkratzen Töne des Radios.
Blind, die eigentlich glänzenden Armaturen.
Mit viel Liebe zugeschaut beim Altern.
Beim Atmen der Karosse, beim Dahin-Träumen über die von der Sonne erhitzen Straßen.
Wie kann etwas so schön sein?
Wie kann allein dieser müßige Takt, so schwermütige Erinnerungen in sich aufsaugen und jedes Mal als rußbefleckte Staubwolken wieder herauspressen?
Wenn dieses Leder immer noch nach dem Jahr seiner Erbauung riecht.
So rau, dunkel, männlich, dann spürt man die Unendlichkeit dieser Reise.
Seite an Seite.
Am Morgen im Dunst, das Erwachen, die Räder bereits bissig über die Straße jagend, die Regentropfen auf der Scheibe.
Jeder Tag in dieser Sehnsucht vergänglich göttlich.
Jeder Augenblick so welk, dass er zerspringt, wenn man versucht ihn zu halten.
Diese Prestige, die diese Wagen atmen, dieser Lack, das Leder, das summende Radio, der Motor, dieser Traum, der an ihnen hängt…
Jeder neue Ort, den wir erreichen einen Herzschlag mehr in unseren Erinnerungen, überlagernd untereinander ineinander atmend.
Jedes Mal aber auch die Aufforderung weiterzuziehen.
Solang bis uns die Körper und Seelen müde werden und dieser sehnsuchtsbeladene Horizont endet, beladen mit unseren Tränen des Abschieds an jedem neuen Morgen.

- Nóirín -




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