11.pm heartache

Thoughts at 11pm.



Lass uns unsere Herzen rausreißen, sie abstauen & verstauen.
Betten auf Stoff, damit er das ganze Blut aufsaugt.
Es pumpt.
Hektisch.
Ins Leere.
Schmerzlos, atemlos, hemmungslos.
Langsam & zäh, sobald es nur noch Luft schluckt.
Die Lichter in uns erloschen.
Erstickt im Dreck & Staub.
So what.
Herzlos und blind stehen wir hier.
Ertasten uns die Welt.
Die Träume, das Chaos, was wir hinterlassen haben.
Wir werden uns an den Scherben blutige Narben reißen.
Aber wir werden sie uns in die Hände drücken, weil wir sie nicht verlieren wollen.
Wieder irgendwas, was wir an unsere Hüllen heften können.
Hineinpressen wie Glas in Beton.
Euphorie ist wie eine Droge.
Macht die Sinne taub und den Verstand müde.
Träge wie ein Vogel im Wasser.
Und Steine im Wind.
Kurios. Irgendwie.
Verraucht und verdreckt unsere Sicht.
Erhaben und doch schattenlos.
So rollen Tränen über unsere Wagen.
Die Lippen zerbissen.
Die Haare hängen uns ins Gesicht.
Die grauen Pupillen unter den schweren Lidern irren umher wie Licht im Meer.
Aber es ist unwichtig.
Wenn Zeit existiert, aber das Leben nicht.
Kreischend bellend wie grobe Flügelschläge.
Stumm wie grauer Nebel da oben in den Baumgipfeln, deren Abbilder wie Sterne durch die Finger gleiten, wenn wir sie zum Himmel heben. Der Rücken gebettet auf Moos und Sand.
In der Melancholie-Übergebender-Ruhe in uns zergehend.
Wir geben uns Raum.
Ändern die Koordinaten.
Horizonte erweitern sich.
Maßlos aber mit dem Schutz der alten Welt.
Geben Acht auf jeden Schritt, obwohl Rennen so viel besser wäre.
Weinen bis und die Augen ergrauen, die Wangen Blut verschmiert.
Alles so verkratz, so überblendet und doch nur grau, stumm & blind.
Bleiben wir doch nur einmal stehen und atmen diese Vergangenheit durch unsere Lungen. 

Einmal nur, auch wenn wir den Rost schmerzend in der Brust spüren.
Auch wenn wir dabei so maßlos müde werden.


- Nóirín -

   
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