TAPETEN ⇋ REALITÆT

Realität oder Wirklichkeit?


Lass uns die Welt bunt tapezieren. 
Von oben bis unten beklecksen.
Verdrehen und bestücken mit unseren Träumen.
Lass sie erblühen, lass sie welk werden und neu entspringen.
Gib ihnen Raum.
Gib ihnen Ruhe.
Verdreh ihnen die Köpfe.
Ändere die Perspektive, damit die Augen nicht mehr blind sind.
Zerreiß sie, damit sie neu arrangiert werden können.
Vielleicht alles OVER-THE-TOP, leicht entrückt zu all dem Normalen.
Und diese Schnittmenge, die entsteht, das Gefühl in den zusammen gepressten Lungen, aus purer Taubheit Gefühle entwölkend, entwickelnd, die Wände voll zu kleistern mit all den bunten Bildern, die ich in meinem Kopf hab.
Diese Wolken aus Watte plötzlich schillernd unrein wie Benzin.
Es sprengt die Grenzen, verwischt sie.
Lässt Realität und Traum verschmelzen.
Überragt die Perspektive wird sichtbar.
Greift ein, hinein in die Szenerie.
Berührt die sterbenden Bilder.
Hilft ihnen noch einen Augenblick länger zu atmen, bevor sie zu Staub zerfallen.
Einen Augenblick in der Kühle des Regens zäh zu werden.
Tapeten, nicht mehr mal fähig ihr eigenes Gewicht zuhalten, verdrehen wir die Realität und pressen unser Leben in die toten Blumen.
Atemlos, so wie sie da fast verblassend hängen, aufgespießt auf Traumnadeln jede Einzelne von ihnen, wie Erinnerungen in unseren Watteköpfen.
Die Hände welk, rau und dreckig bunt von unseren Ideen.
Bekleckst von der Farbe, die wir gegen die Wand schmeißen und explodieren lassen in einem Regen aus Verrücktheit & Wahnsinn.
Entstehend ein Chaos aus Traum & Realität.
Dieser verzerrte Blick, auf mich, auf die Welt, auf die Wirklichkeit, die Gedanken, die sich lachend und weinend in den Armen liegen.
Sie machen uns bewusst, bewusster unserer Hüllen, unserer Leere, die wir dann beginnen bis zum Übergeben voll zu stopfen.
Machen uns ECHT.
Lass uns versuchen die leblosen Bilder wieder zu erwecken.
Sie mit Blut voll zu stecken.
Diese Tränen in sie zu pressen.
Die Transformation von halb tot, welk, zu neuen Leben gelingen zu lassen.
Hängend an dieser Transfusion von quellendem Leben an diesem Papier.
An diesem welken Papier.
Vom Tod ins Leben zurückzuholen.
Auch wenn sie dabei einige Risse bekommen werden, auch wenn uns all das droht zu zerbersten und von der Wand zu kippen, erdrückt und begraben.
TAPEZIEREN WIR DIESE WÄNDE NEU! 



- Nóirín -


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