ZÆH.

Motten, Polaroids & Wachs.


Durchdrehen, aber ganz langsam.
Blind in die Kreise starren.
Aufgebend Anlauf nehmend.
Verschmelzen mit der weißen, zähen Masse.
Hier hängend.
Wie Motten aufgespießt in unseren Erinnerungen.
Gebannt auf Polaroids hängen wir an der Wand.
Zum Trocknen unserer blinden Tränen und zerfetzen Lippen.
Unsere Träume darin verpackt.
Unsere Sehnsüchte bunte Wolken formend.
Unsere Hüllen welken, wenn wir uns übergeben an der Melancholie.
Stumme Melodien schieben sich über das Vinyl.
Überblenden unsere Tränen.
Unsere Lachen im angesichts des Regens.
Dieses Gefühl auf der Haut - es war vergänglich.
Purer Leidensegoismus.
Die Hände packen die zahllosen Sterne am Himmel, doch zwischen den Fingern bleibt nur Staub hängen.
Verklebt zusammen mit dem Blut in den Glasscherben. 
Verteilt auf dem verwitterten Holzboden unserer Dächer.
Zu lang waren wir nicht hier.
Haben die Zeit damit verschwendet zu genießen, damit in Momenten zu zergehen.
Und sich die Bilder in den Köpfen zu versengen.
Sie voll zustopfen, auf dass sie wieder Leere zurück lassen.
Im Nichts existieren und keinem Atemzug standhalten.
Bilder aus Staub.
Mit Schmerzen herab zu taumeln.
Und plötzlich zäh geworden zur Ruhe zu kommen.
Schwerfällig einen Schritt vor den anderen zu setzen.
An Übermaß zu verlieren.
Wir brennen uns mit schwarzen Buchstaben in das Plastik.
Bleiben wie Chaos überhäuft da liegen.
Wir lassen die Nadel über unsere weißes Porzellan der Iris tanzen. 
Sie soll die Melodie erhaschen. 
Und stechen uns qualvoll die Augen damit aus.
Atmen unsere Träume wie Patina den Rost.
Unsere Hüllen werden existenzlos.
Verlieren die ganzen sinnlosen Phrasen, die wir wie wild geworden an uns geheftet hatten, in der Hoffnung sie würden uns abheben lassen.
Jetzt klebt nur noch der Wachs an uns, der Rest ist verbrannt und verraucht zu nichts.
Der Wind fährt uns unter die Haut. 
Holt heraus, was uns so schwermütig macht. 
Doch er lässt nur noch mehr von uns zurück, wofür wir leben.
Am Ende sind wir nur Seite für Seite aufgeklebte Leben.
Mit jeder sterbenden Seite werden wir verblassen, statt an Farbe zu gewinnen.
Mit jeder Träne, der wir der Vergangenheit schenken, entziehen wir dem Hier-und-Jetzt unsere Träume.
Unsere Träume, die uns erhaben werden lassen.
Die uns Schatten geben.
Unsere Spiegel in uns, unsere Blicke in uns selbst.
Wieso leben wir sie dann nicht so, dass uns jedes dieser NEGATIVE im POSITIVEN gefällt?

- Nóirín -


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