Petrichør


petrichor (n.)
         [ˈpɛtrɨkər]

                                             the smell of earth after rain

                         

Möglich.
Dieser Geruch, dieses Versprechen.
Der Regen, die trockene Luft, die sich anstaut und anläuft wie alter Lack.
Schwer hängt diese mit Gedanken voll gestopfte Welt an unsichtbaren Fäden.
Durchschnitten von endlosen Leinen.
Ziehen vorbei Meile um Meile hinter uns.
Gemeinsame Schritte, um dann wieder endlos weit voneinander her zu rennen.
Ein Traum, der durch die Seele zieht, wenn der Moment nach dem Regen sich übergibt.
Sich in unsere Gemüter zieht mit der Schwermut des Geruchs der nassen Erde.
Spielt Fange mit den Gefühlen in der sturen Brust.
Melancholie verrauschte Sinne & berauschte Seelen spielen verrückt im Fieber der Farben, die das Grau in Polaroids auffängt, eingefangen durch unsere müden Blicke ineinander.
Wir stecken sie in die Taschen, ohne zu beachten, dass der Geruch nach dem Tod in leblosen Bildern ent-kriecht.
Am Rand der Bilder vorbei - verflüchtigt sich.
Ausgewaschen nur die harten Kanten, das Licht und die Schatten - nur das Echo dieses Moments ohne Realitäten zu ergeben.
Lebendig allein in unseren Watteköpfen, unseren zähen Gemütern hinter dem Grau.
Lassen das Herz rasen von den blinden Punkten in unseren Erinnerungen.
Taube Bilder - taube kleine Filme.
Zu schnell - zu langsam - zu laut - zu leise.
Niemals richtig. Niemals mehr echt.
Nur noch wir.
Als Erinnerungen.
Hineingestopft in ein paar Plastikrahmen, angeheftet an Pappe, zum Anschauen erblindet.
Verstaut irgendwo zwischen den alten Erinnerungen und dem verzogenen Metall.
Und trotzdem der Sommer unseres Lebens.
VERRÜCKT.


- Nóirín -

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