ABOUT FEELING TOO MUCH

„DEAR SUMMER“



So wie die Bäume an mir vorbei ziehen, fühle ich den Abschied in meiner Seele. Den Abschied einer Zeit, die man sich eigentlich nur erträumen kann. Die Wärme des Sommers auf der Haut eingebrannt in meine Erinnerung. Im abkühlenden Wind wiegt sich das Laub zwischen den Immergrünen. Ich weiß, wenn ich jetzt die Augen schließe und erneut betrachte, werden sie bunt sein. So wie der Sommer mit einem Atemzug in unsere Lungen sickerte und dann mit einem Mal begann Abschied zunehmen. Jetzt Abschied zu nehmen. Die Tage werden kürzer. Der Dunst dieses Sommers wird zu einem dichteren Nebel hängend zwischen den bunten Bäumen. Er bringt Kühle mit - Regen & Melancholie. 
Aber was ist, wenn ich mich doch zum ersten Mal in dich verliebt hab, lieber Sommer?
Mir springt das Herz, wenn ich daran denke, wie wir diesen Sommer um unsere Träume getanzt haben, zu unserem Sommer damit gemacht haben. Wie wir uns die Nacht um die Ohren geschlagen haben, indem wir in die Sterne gestarrt haben. Wir waren frei, wenn die Nacht so warm war, dass wir im Regen tanzen konnten. Wir schlichen Straßen entlang, sahen die Sonne im Metall, spürten dieses Gefühl von Vertrauen als wärmende Umarmung. 
Zum ersten Mal, lieber Sommer, nahmst du mich bei der Hand, ich wollte mit dir gehen, erleben und entdecken, dass du magisch sein kannst. Dass du Träume wahr werden lassen kannst. Bitte sag mir, warum du jetzt gehst? Auch wenn ich weiß, du wirst nächstes Jahr wieder zu uns stehen, wirst du niemals mehr derselbe sein. 
Sag mir wie soll ich mich an dich erinnern? An diesen jüngsten Sommer meines Lebens? DEN Sommer unseres Lebens. 
So verrückt warst du. Locktest uns langsam, mit leiser zarter Stimme, versprachst und ein paar schöne Stunden. Und dann überschüttest du uns mit Gefühlen. Ließest uns abseits von allem um einander tanzen. Derweil ließt du nur oft genug die Sonne lange scheinen und die Nächte klar mit Sternen über uns wachen. 
Nimm uns mit? Lass uns nicht im Regen stehen! Nimm uns nicht diese Nächte und diese Abende, die wir rollend & verträumt in deinem Sonnenuntergang genossen. Ich würde dir gerne das Versprechen abbringen, du wärest das nächste Mal wieder da. Genauso verrückt & intensiv. Doch ich weiß, wir werden nicht mehr dieselben sein. Wir werden dich wiedersehen, aber wir werden anders auf dich blicken und dich in den Arm nehmen. Doch eins kannst du mir versprechen, lass uns einfach wiedersehen und schenk mir eine dieser Wolken, auf der ich diesen Sommer begann zu träumen - die zähe Watte in unseren Köpfen wurde auf einmal bunt. Wie schafftest du das nur?
Wir reisten mit dir unendlich viele Meilen. Um uns herum, um diesen kleinen Anker und dann doch einmal so weit, dass wir das Meer sehen konnten. 
Du rochst so gut lieber Sommer. Jede Nuance war so stark, dass sie uns taub machte. Berauscht waren wir jeden Tag, solang wir träumen konnten. Intensiv und zäh fühltest du dich an, doch blicke ich jetzt darauf, warst du nur einen Atemzug lang. 
Wie konnten wir so verrückt blind sein, dass wir nicht bemerkten, dass du viel schneller Abschied nehmen würdest?
In diesem Sommer waren wir deine Helden. Spielten mit unseren Gedanken fangen und fielen ins hohe Gras, was du uns schenktest. Die Bäuche schmerzend vor Lachen. Küssten uns, noch bevor unsere Herzen selbst davon wussten, dass du unsere stärkste Erinnerung werden würdest. 
Wir verbrachten unendlich viele Stunden damit zu reden. Zu philosophieren und uns die Herzen auszuschütten, in der Hoffnung sie würden leichter, doch du schüttetest mehr von uns dahinein und zogst an ihnen, so das wir umeinander weinten. Hörten Musik, die uns träumen und süchtig werden ließ. 
Die Lungen hast du uns vollgestopft mit einem Fieber. Für dich, für einander, für uns. 
Wir kann ich dir danken? Wie kann ich nur begreifen, dass du gehen musst? Dass das der Lauf der Zeit ist? Ich werde zurückfinden zu meiner alten Liebe dem Herbst, aber können wir dich nicht mitnehmen? Du gingst uns doch so unter die Haut, weiß bemalt waren wir. 
Können wir nicht doch noch weiter verrückt bleiben, in dem wir die Blätter zusammen bunt malen und doch der warme Sommerregen uns am Morgen überrascht? 
Können wir nicht noch ein paar Atemzüge lang frei sein zusammen?
Your hungry minds
„B & C“

Run Wild (ATMO Remix) - Hardwell feat. Jake Reese



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