Pæan↟↟↟

Heimat ist Ursprung. 




Dort spielt eine klare, überspitze, viel zu schnelle Musik, die hört man nur hier. 
Erinnerungen beginnen zu spielen, wie eine leiernde Spieluhr.
Manchmal viel zu schnell, dann wieder unendlich langsam, schief im Bild und blinde Flecken.
Ausgebrannt, verklebt der Film mit süßen Honig.
Leicht und zart grob und auf-stürmend, aber immer auffangend umgarnt sie die Seelen.
Hier duftet es nach Blumen.
Blüten der Vergangenheit, erblüht in der Kindheit.
Getrocknet & überzogen mit zäher Zeit.
Golden mit einem hohen Summen.
Die Geschichten vibrieren im Metall.
Lassen das verblasste Papier wieder bunt werden.
H•e•i•m•a•t.
Tief im Herzen tragend ist es eine tiefe, raue Melodie.
Salz und der behäbige Wind um unsere Köpfe.
Wasser, das sich aufreibt am Herzen des Sands und keiner trocknet der See die stummen Tränen.
Die Beschleunigung der Erinnerung lässt sie bald verebben & ersetzt sie mit Dankbarkeit.
Die Augen blind für die Realität, färben sie die Augenblicke süßer als Honig.
Grober als diese Stücken können wir sie nicht zusammenraffen.
Sie geben dieses Gefühl ins Herz.
Unsere Heimat.
Hier echt zu sein, gewurzelt wie uralte Bäume.
Herangewachsen und verwaschen von der rauen See, sind es diese kleinen Filme in der fast tauben Seele, die sie wieder lebendig macht.
Heimat ist Ursprung.
Heimat - der verrostet Anker unserer Reisen.
Heimat - der Traum unseres Lebens mit dem Bestand echt zu sein.
Mit der Wahrheit seiner Existenz.
Nur für uns.
Jeden Einzelnen allein.
Sein eigenes Stück Ursprung, verpackt in unsere Farben.
Heimat ist teilbar und kann nie verloren gehen.
Ist uns unter die Haut geschrieben.
Angeheftet an diese Polaroidwände.
In den alten Bildern steht sie still.
Ist konserviert, blind und taub.
Aber als Anker in uns gebündelt.
Etwas verstaubt, aber immer da.
Selbst wenn wir wie sture Köpfe Steine aneinander hauen, damit Funken für unsere Seelen entstehen, vergeht der Glanz, der Duft und diese Gefühl dieser Zeit, dieses Ortes, dieser Heimat nie.
Heimat definiert uns.
Ist der liebevolle Vater, an dessen Hand wir zum Blumenwiesen bestückten Horizont als Kinder gehüpft sind.
Verwelkt diese Blüten.
Getrocknet unter unseren Füßen.
Doch der Himmel noch immer so bunt wie damals.
Ein weniger verklebt der Staub da oben, goldig schimmernd, aber noch immer so blind & angelaufen wie einst.
Unsere Heimat.


- Nóirín -




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Diese Lyrik ist Bestandteil einer Blogparade auf Tellyventure.com.

2 Kommentare :

  1. Das ist wirklich richtig gut.
    Ich hab dich dank Tellyventure entdeckt, und bin echt froh darüber!
    Hast ab jetzt eine Leserin mehr :-)

    Sandy von http://ownblack.net

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