PAPER DUST †

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Ein bisschen Dreck umher werfen.
Sodass er alles unter sich begräbt.
Staub, so dicht, dass nichts mehr erkennbar ist.
Ich will nichts mehr davon sehen.
Es ist nicht mehr alles so gräulich bunt, so faszinierend wie zuvor, bevor ich die Augen ganz kurz schloss.
Rauch soll meine Seele umgeben, so dicht, dass er mich blind macht.
Zu viel, zu viel von allem.
Zu viel Glitzer, Benzin, drückende Freiheit, die nach mir ruft.
Zu viel von, vor sich selber wegrennend.
All diese Melancholie grad nur noch ein Häufchen Asche, zusammen gekehrt zu bunten Wolken.
Derweil ist der Rest grau oder schwarz, was macht das schon.
Farblos.
Grau ist ein Versprechen. Versprechen aufzusaugen, was man an Farbe ausspuckt.
Vielleicht lebt unter dem Dreck noch was von mir, doch mein Puls ist ausgebrannt.
Die Hülle plötzlich leer.
Staub, mehr nicht.
Versuche ich den Zunder anzubrennen, steigen nur Nebelschwaden empor.
Aber so hässlich schwarz, dass sie alles Grobe verschleiern, das Feine nicht Mal mehr existent.
Es macht so schwermütig, sich zu erinnern an die goldenen Momente, Glück im Herzen, an die Freiheit in den Tränen, die man aus Glück weinte.
Es war wie fliegen, schweben, oder auch nur losgehen.
Dort wo Horizont und Erde aufeinander trafen, das Ziel.
Die Geräusche des Lebens, die so ohrenbetäubende Melodie, lässt das Rauschen in meinen Ohren explodieren.
Wie Fieber drückt sich diese Dissonanz in den Kopf.
Macht die Gedanken schwer und träge.
Wie ausgestopft wirken sie, hinter Glas leblos getötet, aufgespießt auf Nadeln.
Trophäe und Vergänglichkeit zugleich.
Bunt und schillernd, doch der Staub umhüllt bereits alles.
Blut quillt noch immer aus den Wunden, durch das sich das rostige Metall bohrt.
Tropft zum Boden, schmiegt sich an das Glas und füllt es, Träne um Träne.
Je mehr Zeit vergeht, desto mehr vertrocknet die Essenz darin, beginnt welk zu werden.
Grau an zulaufen und dann wellig & spröde zerspringend, sobald man es berührt, nur versucht es zu betrachten.
Zerfällt in in so winzig kleine Partikel, dass gar nicht mehr erkennbar ist, was es mal zusammen hielt und es erschuf.
Es ist alles so eklig zäh.
Dreht sich nicht mal mehr im Kreis, scheint stehen geblieben zu sein.
Wie ein altes müdes Karussell.


- Nóirín -

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