Opium.

Kreativität ist wie Opium. Ein Rausch, ein Gefühl-Erleben.



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Er setzt sich auf deinen Körper. Deine Lungen spüren den Druck. Halten stand. Doch nur kurz. Denn als er zu lächeln beginnt, werden sie weich. Zäh ein wenig und ergeben sich diesem Druck. Und als ob das nicht reiche, legt er seine Hände auf deine Haut. Nicht irgendwo. Die Stelle, weich und zart, die deine Kehle umspannt. Umschließt sich sachte.
Und weist du, was er dann tut?
Zudrücken.
Genüsslich.
Die Lust daran in sein Gesicht geschrieben. Dieses Lächeln. In den grauen Augen diese Macht erblickend. Er weiß, was er tut und er macht es all zu gern.
Er macht meine Welt träge, meine Träume zäh, meine Welt unschuldig langsam. Meine Haut vibrierend. Einen Herzschlag rauschend um den anderen in meinem Ohr widerhallend. Dabei sein Blick, wie Genuss, sich in meine Seele brennend. 

Manchmal nicht mehr als ein rieselndes Staubkorn im Regen. 
Doch manchmal erwiegt er die ganze kleine Welt in meinen Venen und setzt sie auf meiner Brust grob und fein durcheinander - verdreht, verzerrt und überhäuft, aber immer wie ein Rausch und tonnenschwer. Dann beginnt meine Seele zu bluten, nein sich zu übergeben an den Farben, die er verursacht. Das Flimmern der Bilder und Zeilen in meinem Verstand. Es quillt heraus wie Nebel aus dem Regen. Explodiert förmlich und hinterlässt dreckige Farbe an der Wand. 
Die Lippen aufgebissen und rau vom Rausch - ein bisschen viel Chaos, gerade so viel es zu ertragen und darin baden zu gehen - liebevoll mit dem Atem zu ringen.
Luft zu schnappen und erst dann zu begreifen, dass er niemals existent, niemals auf dir ruht und seine Welt ertrug, sondern nur du selber, dem Gewicht und Rausch bewusst, deine eigenen Hände an der Kehle spürst.
Eine Illusion. Unser Geist. Verrückt.
Rausch & Chaos!




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