SUBURBAN JOURNEY.

Irgendwie kommt es mir jetzt so lang vor.
So zäh und gedehnt und so auch überwältigend schön.
Gemessen an unseren Herzen, war es nur ein Augenblick.
Gemessen an der Zeit eine Handvoll Wochen.
Ein Monat, ein paar Tage.
Und am Ende ein ganzer Sommer.
Wir, die Zeit, der Sommer und unsere Geschichte.

- Helden des Sommers. -



Geboren um zu vergessen.


Erlebst du deine Vergangenheit als real?
Fühltest du das, was wirklich alles passiert ist, dass du wirklich anwesend warst?


Rückwirkend?
Eher wie ein Traum.
Je öfter man an die Erinnerungen abruft, desto mehr verdreht man die Wahrheit. Es fühlt sich vieles wie ein Film an. Nicht mehr greifbar. Nicht mehr wirklich echt.
Das macht die Erinnerungen manchmal mehr besonders, als sie wirklich waren.
Aber es ist schön diesen Film zu betrachten, hin und her spulen zu können. Neue Dinge darin zu entdecken und daraus zu lernen.

Das ging mir früher nicht so.

Weil wir Kinder gelebt haben. Der Stress von morgen hatte keinen Einfluss auf das Jetzt. Daher waren wir mental anwesend. Trotzdem fühle ich da fast nichts mehr, als wäre ich gar nicht da gewesen. Eher wie ein Film, den ich gesehen habe. Ich weis was passiert ist, aber vergesse es wieder. Vergesse, wie es sich angefühlt hat, wie echt es war, weil ich es nur oberflächlich betrachtet habe.
Vergessen einfach, was wir fühlen und fühlten.
UND wir sind selbst dran schuld.
Wir werden in diese Rahmen geboren, in denen, was wir fühlen, nicht wichtig ist. Geld und Ansehen - das ist der Maßstab.
Und dann stumpft man ab. Wird regungslos gegenüber seinen eigenen Wünschen und Träumen. Lieber kaufen wir materielle Dinge. Tausend und Abertausende und sind für nur eine Sekunde glücklich. Merken aber gar nicht, dass wir uns damit gefühllos machen.
Liebe vergessen wir, wenn wir den Menschen nicht ins Gesicht schauen können. Angst zu haben, weil wir es anerzogen bekommen haben. Dadurch erlauben wir uns nicht zu genießen, sich einfach gehen zu lassen, weil, es könnte ja was passieren.
Deswegen versuche ich einen Teil meines Gehirns zu erziehen, zu genießen. Den Moment als etwas sehr kostbares zu sehen. Und zu leben. Und da hab ich manchmal das Gefühl, die Zeit dehnt sich. Ist plötzlich länger und tiefer irgendwie. Die Kunst kann diese Gefühle lange konservieren, jedoch versickern auch sie langsam aber sicher in den Tiefen des Gehirns.
Als wir erwachsen wurden, haben wir es nicht bemerkt, weil alles so war, wie alle gesagt haben, dass es so sein muss. Dinge, die so sein sollen, muss man auch nicht hinterfragen.
Es wird gelehrt das Hinterfragen etwas Negatives ist, aber das ist es nicht. Es macht achtsam und lässt uns Dinge begreifen und mehr genießen, aber man wird quasi gehirnstill gehalten - von der Gesellschaft. Jeder neben dir macht es ja genauso. Also warum anders machen?

Es gibt (wenige) Menschen, die hinterfragen, aber diese sind anders aufgewachsen. Ich kenne das zum Beispiel von Menschen, die glauben.

- Wir müssen unsere Gedanken zum Stolpern bringen, damit wir mal nachdenken, begreifen und genießen, was wir haben. -



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